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Ausstellung von Giacomo F. Albano mit dem Titel "Zwischen Morgenland und Abendland" -
in der Nachbarschaftsgalerie 
(09. bis 30. Januar 2011)

Am 08. Januar 2011 (19:00 Uhr) findet in der Nachbarschaftsgalerie der KungerKiezInitiative in Alt-Treptow die Vernissage zur Ausstellung mit Bildern von Giacomo F. Albano statt.

Die Ausstellung mit dem Titel "Zwischen Morgenland und Abendland" wird vom 09. – 30. Januar 2011  zu sehen sein.  


Giacomo F. Albano
… gebürtig in Catania / Italien 1935… 
In der zweiten Hälfte der fünfziger Jahre besucht er in Mailand an der Kunstakademie von Brera das Institut für Bühnengestaltung und studiert in den Ateliers von L. Minguzzi und M. Marini und in den Gemäldeateliers verschiedener Künstler. 
Ab 1957 stellt er seine Werke aus und erhält im Rahmen von Gemäldegalerien in Italien und im Ausland, die überwiegend Einzelausstellungen sind, mit dem Kauf seiner Werke seitens von Privatpersonen, Stiftungen und Museen Anerkennung. 
In über fünfzig Jahren der Aktivität und der Forschung hat er das Portal der Wallfahrts-kirche Santuario della Madonna delle Lacrime in Syrakus, über sechzig Quadratmeter Fresken für eine Grabkapelle, die ästhetische Herrichtung des Corso Garibaldi in Adrano, Möbelstücke für Privatpersonen, Design von Einrichtungsgegenständen sowie Bühnen-bilder für das Theater und Filmbauten für das Kino und den Film entworfen und ver-wirklicht.
Von 1960 bis 2006 war er Dozent an den Kunstakademien von Urbino, Catania und Florenz.

Giacomo Albano ist ein Künstler-Philosoph, dem es noch heute – allen möglichen Anachronismen und künstlichen Gedächtnissen zum Trotz – gelingt, ein Maler zu sein, der über das, was in ihm und um ihn geschieht, nachdenkt und es für uns in Zeichen - Form – Farbe auf seinen Papieren konkretisiert, die eindeutige Synonyme der gestischen Symbolik sind, die wiederum – wie eindeutig erkennbar ist – ihre Wurzeln im ursprüng-lichen und urtümlichen Impuls und in dem Wunsch haben, dem über das Phänomenale hinausgehenden Form zu verleihen: Albano läßt die energische und ketzerische Geste von Pollock hinter sich, um ihr einen absoluten, metaphysischen, immanenten Wert zu ver-leihen, der aus Einfällen – dem Zeichen – und Stillstand – der Zeichnung besteht, in einer neuen ideographischen Ordnung, die nicht mehr auf dem Konzept-Zeichen beruht, das notwendiger Weise eine einzige Bedeutung hat, sondern das für ein unendliches Vokabu-lar an Bedeutungen offen ist.

Antonio G. Benemia (Auszug)


Zwischen Morgenland und Abendland

Die letzten zwanzig Jahre der künstlerischen Produktion von Giacomo F. Albano sind durch eine Tendenz zum expressionistischen Zeichen mit phänomenologischem Anklang geprägt. Als ein überwiegend „mit Zeichen arbeitender“, d.h. zu einer skizzen- oder entwurfsartigen wesentlichen Morphologie tendierende Künstler hat Albano in den 80er Jahren sein Zeichen  tonalistisch und senkrecht entlang vielschichtiger Ebenen entwickelt. Die Skizze verlief sich oder passte sich der zugleich sinnlichen und metaphysischen Materialität an, obgleich in einem phänomenologischen Prozess, der weit über symbolische Anspielungen oder direkte Ausdrucksstärke hinausgeht.
Seine Ethik ist grundlegend. Sie beruht beispielsweise auf dem Prinzip der Kontamination zweier Kulturen, die Albano als guter Bürger des Mittelmeerraumes bestens kennt. Der Künstler vermittelt zwischen Abend- und Morgenland „Dhyana“ (in der japanischen Kultur: eine Art Nicht-Meditation nahe der „Leere“) und Rationalität. Er wird zum Autor von „Haiku“ – Erzählungen, oder besser gesagt Anekdoten, die jeglichen präzisen semantischen Wert verlieren können, da der Sinn „solange zerkaut wird, bis der Zahn heraus fällt“, wie Roland Barthes in seinem „Das Reich der Zeichen“ erinnert.Ich denke, dass Albano auf der Grundlage eines „Wortes“, einer äußerst charakteristi-schen ausdrucksvollen Sprache, ein geistreiches Zeugnis der Kontamination zwischen Morgen- und Abendland schafft. Andererseits beschritt die „Keuschheit“, die in den 80er Jahren durch die tonalistische Vielschichtigkeit ausgedrückt wurde, in der letzten Zeit den Weg der „Deckung“, d.h. des starken Farbeffektes, der durch die Überlagerung von durchsichtigen Blättern gemildert wird.   
Carmelo Strano(Auszüge)


Bilder aus der Ausstellung

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Ausstellung von Giacomo F. Albano mit dem Titel "Zwischen Morgenland und Abendland"

Ausstellungsdauer: Sonntag, den 9. Januar bis Sonntag, den 30. Januar 2011 
Vernissage: Samstag, den 8. Januar, um 19:00 Uhr.

Nachbarschaftsgalerie der KungerKiezInitiative e.V.
Karl-Kunger-Straße 15, 12435 Berlin

Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag von 15:00 bis 19:00 Uhr
Zusätzliche Öffnungszeiten im Januar: Mo. bis Mi.: 11:00 - 15:00 Uhr