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Ausstellung in der Provinzbar: Zikaden Mitteleuropas

Zikaden Mitteleuropas


Die kleinen Juwelen vor der Haustür

Makro - Fotografien von:
Ekkehard Wachmann (Berlin) und Gernot Kunz (Graz) 

Beide sind Biologen und begeisterte Fotografen von
„Kleinigkeiten“.
Sie haben zahlreiche Bildbände, Kalender und Bücher mit ihren Fotografien bereichert.


„Zikaden? - Was soll das sein? - Nie davon gehört! - Sind das Grillen?“
So oder so ähnlich sind die Reaktionen, wenn man erzählt, man arbeitet mit diesen Tieren.
Mit einer durchschnittlichen Größe von nur 1 – 10 mm (in Europa) sind diese Insekten nicht gerade Riesen und fallen daher kaum auf. Dabei können sie mit ihrem teilweise bizarren Farbenspiel mit den farbenprächtigsten Schmetterlingen mithalten 
– kleine Juwelen eben. Und das direkt vor der eigenen Haustür! Als Pflanzensaft-sauger besiedeln Zikaden von Bäumen über Gräser und krautigen Pflanzen fast alles, was vor unserer Nase wächst. 
Von den weltweit ca. 45.000 beschriebenen Arten kommen etwa 800 in Mitteleuropa vor. Sie fallen dem Betrachter vor allem durch ihre dachförmig zusammengelegten Flügel auf.
Den meisten von uns dürften die in Südeuropa (und den Tropen) vorkommenden großen, lauten Singzikaden bekannt sein.
Solche sind es auch, die schon im alten Griechenland Symbole für Gesang, Musik und Dichtkunst, sowie Unsterblichkeit und ein langes Leben waren – Homer erwähnte den Gesang der Zikaden schon in seiner Ilias. Auch in China symbolisiert die Zikade Wiedergeburt oder Unsterblichkeit; von den Mayas ist der Zungenzikadenkult bekannt.
Diese Ausstellung soll einen kleinen Überblick über die Formen- und Farbvielfalt jener „Edelsteine“ geben, von denen wir im Verborgenen umgeben sind – man muss nur mal genauer hinschauen.
Viel Spaß beim Entdecken!
   

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