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20. April bis 11. Mai 2008 - Doppelausstellung mit Denis Mähne und Cris Koch

Cris Koch
Cris Koch
Ab dem 20. April wird unter dem Titel "Es gibt Saft, Baby!" wieder eine Doppelausstellung in der Nachbarschaftsgalerie zu sehen sein: Malerei und Zeichnungen von Cris Koch (Berlin) und Denis Mähne (Kiel).

Ausstellungszeitraum: 20. April bis 11. Mai
Vernissage: 19. April um 19:00 Uhr


Informationen zu Cris Koch:
Die Bilder von Cris Koch sind Beschwörungen, emblematische Wegweiser – voller Anspielungen, Aufforderungen und Hinweise –, die den Spurensucher und Leser im Betrachter ansprechen. Die Bilder sind Schatzkarten, enigmatische Hologramme, die den zweidimensionalen Rahmen der Leinwand spielerisch überschreiten.
Räumliche Tiefe wird nicht über Perspektive sondern mittels gegenseitiger Aufladung der Einzelelemente erzeugt. Das Ineinanderschneiden und Überblenden von Schrift und Bild, von gegensätzlichen und ungleichzeitigen Motiven öffnet den Blick auf einen beweglichen Raum. Dieser zwischen Popart, Collage, Streetart und Comic aufgespannte Erinnerungsraum tritt an die Stelle einer rein technisch erzeugten Simulation von Räumlichkeit.
Die Bilder von Cris Koch legen Fährten, projizieren Aggregatszustände des Befindens und sind so letztlich auch Stimmungsbilder.
(Auswahl einiger Bilder - siehe am Ende des Artikels)

Vita
1975 Geboren in Neustadt/Aisch
2001 – 2007 Studium der Freien Malerei an der Akademie der Bildenden Künste, Nürnberg bei Prof. Michael Munding und Jochen Flinzer
2005 Auslandsstipendium in Budapest
2006 Ernennung zum Meisterschüler
Seit Herbst 2006 lebt und arbeitet Cris Koch in Berlin

Denis Mähne
Denis Mähne
Informationen zu Denis Mähne

Denis Mähne ist Maler. Ein feinfühliger Ästhet. Ist zerstörender Irrer, besessener Maler. Eindringend in eine neue Welt. Die Welt seiner Malerei. Dort ist er allein. Allein mit der errungenen Erkenntnis. Immer wieder von vorn beginnend, überlagernd die Welt aufbauend. Verdichtend. Mit hoher Expressivität. Ausgezeichnet von einer kühnen Spontaneität. Am Anfang eine vage Idee. Ein erahnen des Bildes. Bruchteile. Nur durch den gelebten Prozess des Malens komplex verdichtet. Was als informelles Gekritzel beginnt kann in einer Figurengruppe enden und umgedreht. Das ist Malerei, wenn Malerei selbst ist. Die reine Malerei. Nicht das reale Abbilden. Das findet Denis Mähne uninteressant. Stattdessen dem unbekannten auf die Spur gehen. Suchen hat etwas Kindliches. Etwas Naives. Finden. Was das Bild für einen bereit hält. In seinen Neuen Arbeiten „Sero“ (Sero - wie das Recyclingsystem in der DDR) wird dies besonders deutlich. Mähne bricht auf. Zerschneidet und zerstört dabei ältere Arbeiten nur, um kreisrunde Segmente mit einem Anklang an Ernst-Wilhelm Nay erneut, durch und über die Malerei, zu verbinden. Er erreicht dadurch einen kontrollierteren, collagehaften Duktus. Ein Kontrast durch leichte rhythmisch gesetzte Kreise. Schwebend und trotzdem verwebt mit der Leinwand.
Die Bilder von Denis Mähne sind geprägt von den Deutschen Expressionisten wie Kirchner oder Heckel, besitzen eine erzählerische wie musikalische Komponente und sind zuletzt Subjekte. Etwas Eigenes eben. Eine Bildwelt durchzogen von mystischen Wesen. Figuren und Köpfe. Er wagt das Bild für das Ganze. Zeigt Zusammenhänge auf. Baut Brücken zwischen der hiesigen realen und der Gedankenwelt. Denis Mähne möchte leben. Er möchte bewegen. Er gibt seinem Leben einen Sinn und beschenkt uns. Macht uns glücklich oder traurig. Ganz egal. Denn im Endeffekt bleibt die Emotion. Und da haben wir alle schon gewonnen.
Peter Piek am 31.03.2008
(Auswahl einiger Bilder - siehe am Ende des Artikels)

Vita
1979 geb. am 02. Februar in Bernburg/Saale
2003 bis 2005 Fachoberschule Gestaltung Köthen
2006 1. Platz beim Fotowettbewerb "Blende" der Zeitung Junge Welt zum Thema „Fremd“
2007 Einzelausstellung in "die Schule" (Berlin-Mitte)
Beiträge im Global Artist Exhibit Magazine Nr. 1 und 2 (Seattle)
Beginn Studium der Freien Kunst an der Muthesiuskunsthochschule Kiel

Auswahl Cris Koch

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Auswahl Dennis Mähne

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