Unterschriftensammlung für den Zirkus Cabuwazi
Seit 1994 gibt es ihn: einen Zirkus zum Selbermachen. Von Seiltanz bis Breakdance lernen jährlich rund 3000 Kinder und Jugendliche über 30 verschiedene artistische Disziplinen beim Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi mit vier Zeltstandorten in Berlin.Was nicht viele wissen: hier im Kunger-Kiez in Alt-Treptow errichtete Cabuwazi 1994 sein erstes Zelt auf der ehemaligen Grenzbrache an der Bouchéstraße. Inzwischen ist der Zirkus tief im Kiez verwurzelt und nicht nur für Kinder und Jugendliche ein fester Bestandteil des Kiezlebens. Aber das könnte sich bald ändern!
Das Grundstück ist in der Hand der Bundesvermögenverwaltung es, die im Auftrag eines Alt-Eigentümers, veräußert. 2007 gab es für das bisherige Grundstück einen Investor. Am 26. April 2007 ersuchte die Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick das Bezirksamt einstimmig, einen neuen Standort im Sozialraum Alt-Treptow zu suchen. Doch es konnte keine geeignete Fläche gefunden werden, da die Grundstücke in bezirkseigener Hand rar sind.
Auf einer Einwohnerversammlung am 2. Mai 2007 baten die mehr als 100 Anwohnerinnen und Anwohner die anwesenden Stadträte, eine Umsiedlung in den so genannten „Wildenbruchpark“ zu prüfen, da das von der Mehrheit der Bewohner als die beste Lösung angesehen wurde. Eine Rückmeldung haben wir bis heute nicht erhalten. Stattdessen folgten viele verwirrende Meldungen.
Die KungerKiezInitiative führte im Juni/Juli 2007 eine Unterschriftensammlung durch.
Mit dieser Unterschriftenaktion wollten wir dokumentieren, dass sich die Einwohnerschaft für den Verbleib des Cabuwazis in Alt-Treptow einsetzt und einen Umzug des Zirkus auf einen Teil der Parkfläche befürwortet, wenn es keine andere Kösung gibt.
Vom Erfolg der Sammung waren wir alle überrascht. Anlässlich des Kunger-Kiezfestes am 8. September 2007 konnte der Bezirksbürgermeisterin Schöttler mehr als 1500 Unterschriften symbolisch überreicht werden.
Insgesamt wurden jedoch 1653 gesammelt. Dies ist ein riesiger Solidartätsbeweis für den Zirkus. Wir danken allen Unterzeichnern.
Ihre KungerKiezInitiative


