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10. November 2009 - Berliner Präventionspreis für CABUWAZI

Berliner Präventionspreis für CABUWAZI
Die Landeskommission Berlin gegen Gewalt verleiht dem Kinder- und Jugendzirkus CABUWAZI e.V. den Berliner Präventionspreis 2009. Mit dem Preis würdigte das Land besondere Leistungen im Bereich der Gewalt- und Kriminalprävention.

In Kooperation mit den Kinderhäusern Katz und Maus und Felix wird der Zirkus für das Projekt „Zirkusspiele – Toleranzerziehung von klein an“ geehrt. Das Integrationsprojekt richtet sich an 3- bis 6-jährige Kitakinder. Hier wird der selbstverständliche Umgang aller Kinder mit behinderten Kindern, Kindern mit sozialen Auffälligkeiten oder mit Kindern verschiedener Herkunftsländern entwickelt. In Form von Rollenspielen und dem Ausprobieren der verschiedenen artistischen Genres, wird das Thema „Anderssein“ kreativ bearbeitet.

Im Rathaus Schönenberg übergab Staatssekretär Thomas Härtel den Preis an CABUWAZI: Am 10. November erhielt der Zirkus den zweiten Preis von insgesamt 6 Preisen.

Projektinhalte
Vorschulkinder haben bereits Vorurteile und erleben Diskriminierungen. Dies ist der Ansatzpunkt für unser Projekt. In spielerischer Auseinandersetzung zum Thema „Toleranz und Anderssein“ werden aufkeimende „Vorvorurteile“, die die Kinder im Vorschulalter aus der Erwachsenenwelt aufnehmen und reproduzieren, präventiv bearbeitet.
Zwischen dem 15.9.2008 bis zum 31.12.2009 findet in intensiver Zusammenarbeit mit den Kinderhäusern Felix und Katz und Maus aus dem Sozialraum des Marzahner Standortes des Zirkus Cabuwazi das Projekt „Zirkusspiele - Toleranzerziehung von klein an“ statt.
Hier nehmen regelmäßig 4- bis 6-jährige Kinder an den zirkuspädagogischen Angeboten teil. Das Kinderhaus Felix ist eine Integrationskita, in der entwicklungsverzögerte, sozial- und verhaltenauffällige Kinder, Kinder mit ADHS und behinderte Kinder gefördert werden. Beide Kitas betreuen ca.1/3 Kinder aus nichtdeutscher Herkunft, vor allem aus den GUS-Staaten und aus vietnamesischen Familien.
Aufgeteilt in drei parallel arbeitenden Gruppen, finden die Kinder hier den Einstieg in Zirkusspiele, erstes artistisches Training, Rollenspiele und darstellendes Spiel. Das „Anderssein“ wird in Rollenspielen kreativ und mit zirzensischen Mitteln bearbeitet. Gezielt ausgesuchte Kindergeschichten stellen das Thema in den Mittelpunkt und wir entwickeln im Rollenspiel darstellerische Sequenzen.
Jedes Kitahalbjahr endet mit einer öffentlichen Präsentation. Im Vorfeld gibt es jedoch mehrere Projekttage, in denen sich die Kinder an das Zusammenspiel mit den ihnen fremden Gruppen und an die Örtlichkeit des Zirkus gewöhnen.

Mit der bunten Show „Jonas allein zu Haus“ hatten die Kinder vom Felix, Katz und Maus und dem Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi Springling Marzahn Anfang Oktober viel Erfolg.
Auch die Eltern werden intensiv durch Elterntreffen und Zusammenkünfte mit einbezogen. Ein vietnamesischer Sprachmittler übersetzt alle Informationen, um die Verständigung zu gewähren.
Im Verlauf des Projektes engagierten sich die Eltern aktiv am Prozess, z.B. bei Auf- und Abbauarbeiten und bei Bringdiensten der Kinder.

Die ermutigenden Ergebnisse bei den Kindern verdeutlichen zwei Episoden, die als Anhänge beigefügt sind.

Impulse und Rückmeldungen aus der laufenden Arbeit überzeugten die Einrichtungen, sodass die Konzepte zur „voruteilsbewussten Erziehung“, weitergeführt werden.

Das Bundesministerium für Gesundheit begleitet das Projekt wissenschaftlich unter dem Aspekt der Wirksam-keit der Bewegungsförderung in Kitas. Eine externe Evaluation erfolgt durch die Alice-Salomon-Fachhochschule Berlin.

Thomas Brockwitz
Leiter Öffentlichkeitsarbeit
CABUWAZI Kinder- und Jugendzirkus e.V.
Bouchéstr. 75, 12435 Berlin